Km 1400 Distanz: 8.21 Km gewandert, Dauer: 2 Stunden 23 Minuten.
Heute gibt es nur eine kurze Wanderung vom Holiday Park in die Stadt. Dort trennen sich dann für unsere Rivergemeinschaft die Wege. Boden, Eteri und Aurél würden zusammen mit den Amerikaner in ein Airbnb gehen um Thanksgiving zu feiern. Svenja, Niklas und ich würden bei Trail Hosts übernachten.

Bis auf meine Schuhe war alles wieder trocken. Weil die Innensohle trocken, aber die Schuhe selber noch feucht waren, löste jeder Schritt ein Quietschen aus. Ganz schön nervig. 😬

Wir starteten um 10 Uhr morgens. Niklas war bereits um 6:30 Uhr gestartet um den InterCity Bus nach Palmerston North zu erwischen. Denn wir hatten vor, wieder zurück in den Tongariro Nationalpark zu fahren und die Tongariro Crossing oder eben die durch den Waldbrand nötige alternative, die „Northern Circuit Detour“ nachzuholen. Die Wetterprognose für das Wochenende war gut und so hatten wir bereits in Pipiriki ein Mietauto reserviert und Zeltplätze bei der Waihuhonu Hütte gebucht.
Heute und in der Nacht würde es noch regnen, morgen Freitag könnte es auch noch ein paar Schauer geben, doch am Samstag ist sonniges Wetter und nur wenig Wind angesagt, am Sonntag soll es dann beim Tongariro am Nachmittag wieder bewölkt sein und wieder mit leichtem Regen anfangen. Doch dann würden wir bereits wieder unten im Tal sein.
Darum heute das Auto organisieren, bei den Trail Hosts übernachten, dann morgen nach Whakapapa fahren, auf dem Campingplatz übernachten und am Samstag morgen früh loswandern.
Von der kurzen „Wanderung“ heute gibt es nicht viel zu berichten. Alles der Hauptstrasse entlang auf einem Gehweg.
Ein kleines Highlight war diese riesige Ente, die auf dem Fluss trieb. Später haben wir erfahren, dass dies Werbung für das jährliche Entenrennen war, welches am 6. Dezember stattfinden wird.

Sonst sah unsere Wanderung eher so aus:

Überall Empfang und darum ständig am Smartphone!
Um die Mittagszeit kamen wir im Zentrum an und warteten in einem Kaffee auf Niklas.
Hier noch ein paar Eindrücke von Whanganui




Nachdem Niklas mit dem Mietauto eingetroffen war und wir noch einen Burger gegessen hatten machten wir uns auf den Weg zu Rob und George, den Trail Hosts bei denen wir uns angemeldet hatten.

Sie erwarteten uns schon ganz ungeduldig. Ebenfalls heute zu Besuch war eine weitere TA Hikerin: Anna aus Spnoen.
Schon bald nach der Begrüssung erhielten wir „Loaner Clothes” damit wir unsere gesamten Kleider waschen und hoffentlich vom modrigen Fluss Geruch befreien konnten.
Dann wurden wir nach Art der Maori (Rob ist Maori) im Haus begrüsst. Und es wurden Fotos gemacht mit der jeweiligen Landes Flagge der Besucher. Sie hätten beinahe von jedem Land die Flagge vorrätig, sagten sie.

Svenja und Niklas wurden in einem Zimmer im Haus untergebracht. Für mich war die sogenannte „Henrys Hut“, ein ungenutzter Gartenschuppen vorgesehen.



Vor allem Rob aber auch George erzählten begeistert, wie es dazu kam, diese Hütte einzurichten, die sie nach einem TA Hiker benannten, den sie für mehrere Tage bei sich aufgenommen hatten, damit dieser eine Verletzung auskurieren konnte… eine lange Geschichte.
Eigentlich bestand der ganze Aufenthalt bei den beiden darin, Geschichten zu hören und Fragen zu beantworten.
Wir haben aber viel gelernt über das Leben in Neuseeland, die aktuelle Politik, die wirtschaftliche Lage, das Zusammenleben oder eben nicht Zusammenleben der indigenen und europäisch abstammenden Bevölkerung. Das war schon spannend.
Ach ja, zwischendurch gab es noch Abendessen.

Erst um 22:30 Uhr beendeten wir den Anend und gingen schlafen.
Ich schlief ungefähr 1 Stunde, dann erwachte ich, weil ich Rückenschmerzen bekam von dieser durchgelegenes Matratze. Ich fand einfach keine Position, bei der ich wieder einschlafen konnte. Zudem müffelte es sehr stark in dieser Hütte. Draussen regnete es, also konnte ich nicht im Dunkeln bei Regen mein Zelt aufbauen.
Es hatte noch eine Couch hier drinnen. Vielleicht war diese ja etwas ausgeglichener. So dass ich nicht krumm wie eine Banane liegen musste.
Tatsächlich besser, allerdings war die Liegefläche deutlich schmaler.
Zwei, vielleicht drei Stunden Schlaf waren es dann noch. Ausgeruht war ich jedenfalls nicht. Zum Glück musste ich mich heute nicht gross körperlich anstrengen. Es stand lediglich die Fahrt zurück zum Tongariro auf dem Programm.
Doch zuerst gab es Frühstück.

Dann wurden erneut ein paar Fotos gemacht und wir verabschiedeten uns

Wir holten Eteri und Boden beim Airbnb Haus ab, fuhren nochmals ins Zentrum von Whanganui, gönnten uns einen Burger, erledigten den Resupply und machten uns dann auf den Weg nach Whakapapa von wo aus wir morgen um den Tongariro wandern würden.

Es war deutlich kälter hier in Whakapapa. Schliesslich liegt es auch auf 1140 Metern Höhe.

Im Holiday Park schlugen wir unsere Zelte auf und gingen früh zu Bett um fit für die Wanderung zu sein.