Te Anau und Doubtful Sound

Von Queenstown ging es dann in einem kleinen Shuttle Bus weiter nach Te Anau. Dort wollte ich 2 Nächte verbringen und je nach Wetter entweder eine Glühwürmchen Höhle oder den Doubtful Sound besuchen.

Auf dem Weg nach Te Anau

Te Anau ist eine malerische Stadt in der Region Southland, gelegen am Ufer des gleichnamigen Lake Te Anau. Bekannt als das „Tor zum Fiordland National Park“, ist es der ideale Ausgangspunkt für den Milford Sound, Doubtful Sound und die „Great Walks“ wie den Kepler Track.
Der Ort wurde nach dem gleichnamigen See, dem Lake Te Anau benannt. Der Name stellt eine Verkürzung des Begriffes „Te ana-au“ in der Sprache der Maori dar und steht für „in einer Höhle rauschendes Wasser“.
Te Anau liegt auf 256 Metern Höhe und hat ca. 2000 Einwohner.

Ich bezog auf dem Te Anau Lakeview Holiday Park & Motel Quartier. Mein bisher teuerster Campingplatz. Pro Nacht 66 NZ-$ für einen non powered Campspot, also einen Campingplatz ohne Strom Anschluss. Eine Kabine hätte mich 12 NZ-$ pro Nacht oder ca. 6.— CHF mehr gekostet. Also nur wenig mehr.
Ich wollte aber unbedingt im Zelt übernachten; nach 5 Nächten im Bunk Bed, bei voraussichtlich zwei Regen freien Tagen. Und schliesslich weiss ich nicht, wie oft ich noch Gelegenheit habe im Zelt zu übernachten. Mit soviel Trail überspringen, wie ich es in den letzten Tagen getan habe, bin ich schon bald am Ende von Te Araroa. Was dann kommt, weiss ich noch nicht.

Und weil dieser Platz so teuer war würdige ich ihn gleich mit drei Bildern:

Nach dem Zeltaufbau lief ich vom ca 1 Kilometer ausserhalb von Te Anau gelegenen Campingplatz zurück in den Ort.
Ich erkundigte mich im Touristen Info Point über die Möglichkeiten für einen Tagesausflug am nächsten Tag. Es waren noch überall freie Plätze vorhanden.
Das Wetter für morgen war nicht so schön voraus gesagt. Ich habe den Milford Sound vor 11 Jahren bei strahlendem Sonnenschein besucht. So will ich ihn in Erinnerung behalten. Glühwürmchen habe ich bei meiner diesjährigen Reise auch schon besucht.

Den Doubtful Sound hingegen kenne ich noch nicht. Er wurde mir bereits von mehreren Personen empfohlen und auch die Mitarbeiterin im Info Point meinte, es lohne sich allemal, den Doubtful Sound zu besuchen, sogar bei Regenwetter…

Nun denn, schliesslich weiss ich nicht, ob ich je wieder einmal in diese Gegend komme oder nicht. Also habe ich mich für diesen eher teuren Ausflug (390 NZ-$) entschieden und begeistern lassen.

Der Doubtful Sound im Fiordland-Nationalpark ist ein abgelegener, majestätischer Fjord, der oft auch als „Sound of Silence“ bezeichnet wird. Als tiefster (bis zu 420 m) und zweitlängster Fjord Neuseelands bietet er ein weitläufigeres und abgeschiedeneres Erlebnis als der Milford Sound. Erreichbar ist er nur per Bootsfahrt über den Lake Manapouri gefolgt von einer Busfahrt über den Wilmot Pass.

Den Ausflug habe ich im folgenden Video zusammengefasst:

Hat sich der Ausflug gelohnt? Ja und Nein.
Ja, es hat weniger Touristen. Aber es ist halt immer noch eine Touristen Abfertigung, wie ich das auch von anderen Orten kenne.
Ja, ich habe die Gelegenheit genutzt und nun auch den Doubtful Sound besucht.
Ich hätte mir allerdings schon schöneres Wetter gewünscht. Natürlich haben Wolken und Wasserfälle auch ihren Reiz. Und bei strahlendem Sonnenschein wären die Boote zum Bersten voll gewesen oder ich hätte gar kein Ticket mehr kaufen können nur einen Tag im Voraus…
Es ist wie es ist.

Zurück in Te Anau. Bewölkt, immerhin kein Regen