Base weight
Das Basisgewicht ist das Gewicht von sämtlicher Ausrüstung die getragen wird ohne das Gewicht von Wasser, Lebensmitteln und Verbrauchsmaterial wie Gas, Zahnpasta, etc. und auch ohne das Gewicht von getragener Kleidung und Schuhe. Dabei gilt ein Gewicht unter 5kg als Ultralight-, zwischen 5 – 9kg als Light- und über 9kg als Traditionelles-Trecking.
Bear Canister
Es ist Vorschrift in Teilen des PCT’s, Hauptsächlich in den Sierras, einen Bear Canister zu benutzen, um seine Lebensmittel und andere ausgewählte Gegenstände (z.B. auch Zahnpasta!) darin aufzubewahren. Dabei geht es nicht darum die Lebensmittel vor den Bären zu schûtzen, sondern darum, die Bären vor den Lebebsmittel zu bewahren. Denn ist ein Bär erst einmal auf den Geschmack gekommen, stellt dieser ein viel zu grosses Risiko für die künftigen Hiker dar und müsste eliminiert werden.
Bounce Box
Die Bounce Box oder auch Drift Box ist eine Box, die kontinuierlich dem Trail entlang voraus geschickt wird. Normalerweise beinhaltet diese Landkarten, Telefon und Kamera Ladegeräte, Town Kleidung, Sonnencreme, Erste Hilfe Material und Ähnliches. Mit einer Bounce Box kann man sich auf clevere und einfache Art seine gewünschten Dinge zur Verfügung halten ohne diese selber im Rucksack über den ganzen Trail tragen zu müssen.
Big three
bezeichnet die drei grössten und teuersten Ausrüstungsgegenstände:
Rucksack, Zelt und Schlafsack
Camel Up
Ist eine Tätigkeit, die hilft hydriert zu bleiben. Dabei versucht man an einer Wasserstelle möglichst viel Wasser zu trinken und so die Notwendigkeit auf dem folgenden Weg Wasser zu trinken möglichst weit hinaus zu schieben. Also wie ein Kamel Wasser im Körper speichern.
Cat Hole
So wird das Loch bezeichnet, das man gräbt, wenn der Ruf der Natur kommt, sein grosses Geschäft zu erledigen
Cold-soaking
Wenn Backpacking Food ohne erhitzen rehydriert wird. Diese Art der Malzeiten Zubereitung braucht mehr Zeit. Der Wanderer füllt einen Behälter mit Essen und Flüssigkeit. Dieser wird dann während mehreren Stunden beim Laufen durchgeschüttelt und weicht das Essen kalt auf. Vorteile: 1. Am Camping Platz angekommen muss nicht zuerst gekocht werden, sondern es kann gleich gegessen werden. 2. Weil kein Kocher und keine Gaskartusche gebraucht wird, kann Gewicht eingespart werden. Nachteil: keine warme Mahlzeit.
Cowboy Camping
Übernachten, wie es die Cowboys früher immer gemacht haben: unter offenem Himmel ohne Zelt. Also in der heutigen Zeit nur mit einer Unterlage, Isomatte und dem Schlafsack / Quilt. So kann man den Sternenhimmel zum Einschlafen bewundern und spart erst noch Zeit, weil der Aufbau und Abbau des Zelts wegfällt. (Nur bei gutem Wetter zu empfehlen)
Crampons
Das sind Schneeketten artige Steigeisen oder ein Traktionsgerät mit Stacheln, das an den Schuhen befestigt wird, um die Mobilität auf Schnee und Eis zu verbessern. Damit lassen sich Schneehänge und Eisfelder sicher überqueren.
Ditty Bag
Ein kleiner Beutel für nützliches „Werkzeug“. Zum Beispiel ein Nähset, Sekundenkleber, Chlortabletten zur Wasserdesinfektion, Gorilla Tape, Zeltschnur, Feuerzeug, Kabelbinder, Draht, … was man halt so für den Notfall nützlich finden mag.
Dry Bag
Ein wasserdichter Sack oder Tasche, z.B. zum Aufbewahren von Reserve Kleidung oder zum Transport des Schlafsacks.
Dry Camping
Ein Campingplatz ohne Wasser Ressourcen. Bedeutet, dass man mehr Wasser mitbringen muss.
Flip-Flop
Wenn ein Thru-Hike nicht kontinuierlich von Anfang bis zum Ende durchwandert wird. Das heisst, es wird ein Teil oder es werden Teile ausgelassen, der/die dann zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt wird/werden.
Gaiters
Ein aus Stoff gefertigter Überzug, der die Lücke zwischen dem Schuhrand und dem Hosenbein abdeckt, damit kein Sand, Steine, Schnee oder Regen in die Schuhe gelangt.
Hero
Ein Hero ist ein Tag, an dem ein Hiker in eine Stadt geht, seine Vorräte auffüllt (siehe Resupply), sonstige Besorgungen macht, sich vor Ort Verpflegt und dann wieder zurück auf den Trail geht um zu vermeiden zuviel Zeit und Geld zu verlieren.
Hiker Box
Eine Kiste, in der die Wanderer Gegenstände wie Lebensmittel und Ausrüstung kostenlos mitnehmen oder abgeben können. Diese findet man normalerweise entlang von Fernwanderwegen in Hostels und Ausrüstungsgeschäften.
Hike your own hike (HYOH)
Wandere deine eigene Wanderung. Eine Wander-Philosophie, die bei Fernwanderungen üblich ist. Das bedeutet, dass jeder Wanderer entscheiden kann, wie er seine Reise angeht und was für ihn funktioniert, ohne dabei unter dem Druck zu stehen, sich den Meinungen anderer darüber anzupassen, wie der Weg gewandert werden sollte.
Leave No Trace (LNT)
Hinterlasse keine Spuren. Das ist eine Reihe von Outdoor-Ethik, die darauf abzielt, negative menschliche Auswirkungen in der Natur zu reduzieren. Leave No Trace beinhaltet sieben Prinzipien zur Förderung einer verantwortungsvollen Freizeitgestaltung:
– Plane voraus und sei vorbereitet
– Gehe und campe auf festen Oberflächen
– Entsorge Abfall korrekt: Nimm sämtlichen Abfall wieder mit und lerne wie man aufs Töpfchen geht nach der Leave No Trace Methode. (z.B ein Cat Hole graben)
– Lasse dort, was du findest (oder nimm nichts mit, was du findest)
– Reduziere die Spuren eines Lagerfeuers, benutze besser einen Gaskocher
– Respektiere die Wildtiere
– Nehme Rücksicht auf andere Besucher
Nero
Das ist ein Tag, an dem „nearly zero“ Miles (beinahe null Meilen) gelaufen werden. Normalerweise vor oder nach einem Townday. Ist man einmal in Schwung des Weitwanderns gekommen, kann alles was weniger als 10 Meilen gelaufen wird als Nero bezeichnet werden.
Nobo / Northbound
Der PCT wird von Süden, also der Mexikanischen Grenze in Richtung Norden zur Kanadischen Grenze gelaufen. Dies stellt die klassische Variante des PCT Thru-Hike dar. Gestartet wird dabei zwischen dem 1. März und dem 31. Mai.
Post-holing
Wenn beim Wandern in weichem und lockerem Schnee die Beine in den Schnee eintauchen wie ein Zaunpfosten, der in die Erde getrieben wird. Wenn man dabei über die Mitte der Wade sinkt, spricht man von Post-holing. Durch das Tragen von Schneeschuhen kann das Einsinken vermieden werden. Gamaschen oder Gaters können helfen, den Schnee aus den Schuhen/Stiefeln fernzuhalten.
Resupply
Heisst Nachschub. Meistens ist dabei gemeint Lebensmittel einzukaufen. Aber auch Ausrüstung ersetzen oder Verbrauchsmaterial wie Gas, Toilettenpapier etc. zu beschaffen.
Resupply-Boxes
Das sind Pakete, die mit nicht verderblichen Lebensmitteln und sonstigem Verbrauchsmaterial gefüllt werden. Diese werden dann an Orte entlang dem PCT vorausgeschickt, an welchen ein lokaler Resupply nicht, nur ungenügend durch ein sehr beschränktes Angebot oder extrem Teuer vorgenommen werden kann. Wer auf eine spezielle Kostform angewiesen ist (Gluten frei, Lactose frei, etc.), wird seine Resupplys beinahe ausschliesslich durch den Versand von Paketen abdecken müssen. Ansonsten wird empfohlen, wo immer möglich die lokalen Geschäfte zu unterstützen. Daraus ergeben sich mehrere Vorteile: 1. Die Vielfalt an Shops und Restaurants bleibt erhalten und kommende Thruhiker Jahrgänge können weiterhin davon profitieren. 2. Es müssen weniger Pakete verschickt werden, was teure Versandkosten spart. 3. Geschmäcker können sich im Verlauf eines Thru-Hikes ändern. Die Auswahl an Nahrungsmitteln kann so variiert werden.
SoHo / Southbound
Der PCT wird von Norden, also der Kanadischen Grenze in Richtung Süden zur Mexikanischen Grenze gelaufen. Bei dieser Variante wird üblicherweise Anfang Juli der Thru-Hike gestartet.
Stretch
heisst in Zusammenhang mit Thru-hike: Abschnitt. Also von einem Resupply Ort zum nächsten. Oder auch von einer Wasserstelle zur nächsten.
Switchbacks
Scharfe Zick-Zack Wendungen im Weg um einen Anstieg weniger steil überwinden zu können, als wenn man diesen schnurgerade passieren würde.
Thru-Hike / Thruhike
Ist eine Weit- oder Fernwanderung, welche zusammenhängend vom Anfang bis zum Ende eines Weges gewandert wird. Ein Wanderer, der sich auf so einem Thru-Hike befindet oder ihn erfolgreich absolviert hat, wird als Thruhiker bezeichnet.
Townday
Der Townday ist ein Tag, an dem eine Stadt oder Ort aufgesucht wird, an dem Resupply gemacht oder geduscht und/oder Wäsche gewaschen werden kann. An Towndays geht es auch darum, in möglichst kurzer Zeit möglichst vieleKalorien zu sich zu nehmen. Beliebt sind dabei Burgers, Pizzas, Milchshakes, Icecream, Chips, Sushi, etc.
Trailangels
Das sind Leute, die einem aus der Patsche helfen, die kalte Getränke, frisches Obst oder andere leckere Lebensmittel an den Trail bringen. Sie fahren dich vom Trail in die Stadt und wieder zurück. Sie bieten kostenlose Unterkünfte in der Stadt an. Sie stehen mit Rat und Tat zur Seite. Es sind oft Leute, die früher ebenfalls den PCT gewandert sind oder Angehöre von (ehemaligen) PCT Thru-Hikern.
Trailhead
Ein Trailhead ist ein Ausgangspunkt, an dem ein Trail beginnt.
Trail Name
Wenn du dich auf einem Fernwanderweg in die Wildnis wagst, ist es Tradition, einen Trailnamen zu erhalten. Es gibt eine Reihe von ungeschriebenen Regeln über das Erhalten eines Trail-Namens, welche einige Wanderer ernster nehmen als andere:
– Du kannst dir selber keinen Namen geben, er muss dir gegeben werden.
– Du hast das Recht, vorgeschlagene Namen abzulehnen, bis du das Gefühl haben, dass ein geeigneter heraufbeschworen wurde (aber sei vorsichtig, die Leute werden dich immer noch so nennen, wie sie wollen).
Trail Namen werden normalerweise aufgrund individueller Eigenschaften oder lustigen Ereignissen / Erlebnissen oder Geschichten vergeben.
Ich bin schon jetzt auf meinen Trail Name gespannt 🤩! Ich halte euch auf dem Laufenden!
Tramily (oder Tramly) = Trail+Family
Das ist die Bezeichnung einer Gruppe von Personen, die eine signifikante Zeit gemeinsam während eines Thru-Hikes zusammen verbringen und sich gegenseitig zu unterstützen. Dies nicht nur auf dem Wanderweg, sondern auch in einer Stadt wo sie sich üblicherweise die Unterkunft in einer Lodge oder einem Hotelzimmer teilen.
Zero / Zeroday
Das ist ein Tag, an dem keine einzige Meile vom PCT gelaufen wird. Es werden null Meilen gelaufen. Ein Zero dient in erster Linie zur Erholung, zum vorbereiten und versenden von Resupply-Boxes oder muss bei schlechten Wetterbedingungen eingelegt werden. Bei Letzterem kann es auch zu mehreren aufeinanderfolgenden Zero‘s kommen.