Timbertrail 2. Tag

Km 1042, Distanz: 44,19 Km gebiked, Dauer: 4 Stunden 32 Minuten.

Ich habe gut geschlafen, ziemlich viel Kondensation im Zelt. Der aufkommende Wind und der späte Aufbruch heute Morgen liessen mein Zelt wieder vor dem Abbau wieder trocken werden.

Wenige Kilometer später kam dann die bereits im letzten Beitrag erwähnte noch grössere Herausforderungen. Eine noch längere und noch höhere Hängebrücke!

Ein kleinwenig sieht man dann halt doch hinunter links und rechts der Holzbretter, die den Boden oder Geh- und Fahr-Weg der Hängebrücke bilden. Und eine leichte Schwingung verursacht ein darüber fahrendes Fahrrad trotzdem. Das kann man spüren. Jedenfalls hatte ich dieses Gefühl und ich glaubte gleich das Gleichgewicht zu verlieren oder mit dem Fahrrad seitlich von der Brücke zu fallen. Die Augen zu machen konnte ich ja auch nicht, dann würde ich erst recht vom „Weg“ abkommen. Also begann ich zu Schreien und Rufen um mich selber abzulenken. Das hat sicher geholfen – jedenfalls rede ich mir das so ein – und ich würde es wieder so machen, wenn ich nochmals in eine vergleichbare Situation käme.

Schön anzusehen sind sie schon diese Hängebrücken. Zeit und Kraft sparend auch wenn ich daran denke, dass ich sonst ins Tal hinunter und dann wieder hinauf fahren müsste.

Es folgten noch zwei weitere Hängebrücken, diese konnte ich aber problemlos befahren, da diese viel kürzer und deutlich weniger hoch waren.
Ja, die eine Brücke konnte ich dann sogar noch zu Fuss betreten

Ab dieser Stelle führte der Timbertrail über die Strecke einer ehemaligen Eisenbahn.

Ich glaube, man kann sich das gut vorstellen, dass hier einmal eine Eisenbahnlinie durchgeführt hatte

Mittagessen mit Ausblick

Weiter durch den Wald…

… bis zu diesem bahntechnischen Bauwerk. Eine Kombination aus Brücken und einem Tunnel die um einen Hügel führt um auf kleinstem Raum Höhe überwinden zu können.

Leider ging dann unsere Bike Tour zu Ende. Hier noch ein paar bewegte Bilder vom 2. Tag

Gleich dort, wo wir die Fahrräder zurück brachten und unsere Rucksäcke wieder zurück erhielten, befand sich ein DOC Campground. Dieser kann mit dem Te Araroa Pass gratis benutzt werden.

Bereits 1 Stunde früher als die Wetterprognose angekündigt hatte begann es zu regnen. Mein Zelt hatte ich zum Glück schon aufgebaut.

Um 16:0 Uhr war ich so müde, dass ich mich ins Zelt lege und fast 2 Stunden geschlafen habe. Es regnete die ganze Zeit.
Dann war es aber Zeit etwas zu essen.

Wer ein Freestanding Zelt hat ist manchmal schon im Vorteil. Diese können dann auch ineinander Unterstand aufgebaut werden, bleibt trocken und ist dann trotzdem vor Mücken geschützt. Ich habe mir überlegt auch im Unterstand zu Cowboy Campen, wäre dann aber den Mücken hilflos ausgesetzt gewesen. Dann lieber doch mit dem Zelt draussen im Regen schlafen.