Km 1072, Distanz: 26.51 Km gewandert, Dauer: 5 Stunden 5 Minuten.
Geschlafen hatte ich nur sehr wenig und erst noch schlecht. Am Abend beim zu Bett gehen entdeckte ich eine nasse Stelle auf meinem Quilt, wie wenn es von oben herab darauf getropft hätte. Im Dach meines Zeltes war aber alles trocken.
Es blitzte und donnerte, mit Sturmböen und heftigem Regen. Im Zelt blieb nicht ganz alles trocken in der Nacht. Von Oben her kam das Waser scheinbar doch nicht, eher vom Boden her, dass es eine kleine undichte Stelle hat in der Wanne. Oder das Kondensations Wasser, in Kombination mit dem Wind, lief nicht der Zeltinnenwand herab und durch das Insektennetz aus dem Zelt, sondern entlang einer Verbindungsstelle in die Zeltwanne hinein. In einer Ecke war das Netz jedenfalls sehr nass.
Meine Bauchtasche und mein erste Hilfe Set lagen in einer kleinen Pfütze und waren komplett durchnässt.
Unterhalb meiner Schaumstoff Matte hatte es auf der Seite des Zelt Ein- und Ausstiegs ein wenig Wasser, die andere Seite war trocken. Auch mein Quilt war sozusagen trocken, jedenfalls nicht feuchter als er eigentlich immer ist, wenn ich das Zelt nicht offen lassen kann und sich dann eben mehr Kondensation auch auf dem Quilt niederschlägt.
Schon beim zu Bettgehen hatte ich zudem wieder Probleme mit meinem Smartphone, es behauptete Feuchtigkeit entdeckt zu haben und liess sich nicht aufladen. Und das bei einem Ackustand von nur noch 47%. Also verschob ich meine Blog Schreiberei auf dann, wenn ich mein Telefon wieder laden konnte.
Um 2 Uhr morgens blitzte und donnerte es fast gleichzeitig. Demzufolge schlugen die Blitze sehr nahe bei uns ein. Ich fühlte mich dennoch sicher in meinem Zelt, da ich dieses ja in der Nähe des metallischen Unterstandes aufgebaut habe.
Zur gleichen Zeit kamen auch zwei amerikanische Hiker auf dem DOC Campground an, die den ganzen Timber Trail, also 82 Km in einem Tag (19.5 Stunden) zuletzt bei Regen und Sturm gelaufen sind! Spinner! Wir brauchen 2 Tage und hatten E-Bikes.
Ab drei Uhr regnete es nicht mehr, dafür begann es heftig zu winden. Für den Morgen waren weitere Niederschläge vorausgesagt. Darum beschloss ich um 5 Uhr, mein Zelt abzubauen, weil es eben gerade nicht regnete. Kaum war ich fertig damit regnete es erneut.

Für heute waren 25 Kilometer Strassenmarsch nach Taumarunui auf dem Programm. Das ist auch bei Regen zu schaffen. Und ab Mittag soll es dann aufhören zu regnen.
Es regnete nicht die ganze Strecke sondern immer wieder mal.

Die Schäden, welche die Überschwemmungen diesen Frühling angerichtet haben waren überall sichtbar.


Gegen Mittag, beim erreichen der Aussenquartiere von Taumarunui klarte der Himmel dann auf.

Tongariro Crossing ist geöffnet! Oder wird es voraussichtlich sein ab Dienstag 18. November. Dies erfuhren wir kurz nach dem Eintreffen in der Stadt.
Das heisst, wir müssen nun zuerst zur Kanuvermietung um weiter planen zu können.
Die „Taumarunui Canoe Hire and Jet Boat Tours“ werden uns um 15:30 Uhr im Stadtzentrum abholen und zu ihnen fahren. Genügend Zeit für uns um einen kleinen Resupply für heute Abend zu machen. Den grossen Resupply machen wir dann erst morgen. Wir haben sowieso einen Zeroday geplant für morgen.

So sitzen wir dann da vor „New World“ einer grossen Lebensmittel Firma und warten auf den Shuttle.
Bei der Kanuvermietung angekommen beziehe ich ein Bunk Bett in einem Container um meine Sachen richtig austrocknen zu können. Die Anderen zelten unweit davon


Nicht ganz alleine, sondern mit einem anderen Schweizer mit Namen Erich bin ich die erste Nacht in diesem Container untergebracht.
Sehr schöne sanitäre Anlagen und Umgebung.

Dusche im Freien

Nach dem Zimmerbezug geht es zurück in den Besprechungsraum mit der Kanu Vermietung. Schnell wird klar, dass wir am 22 November mit der Kanutour beginnen können. Denn Tongariro Crossing ist erst am nächsten Dienstag wieder geöffnet. Von dort braucht es dann noch 3 Tage um wieder zum Whanganui River zu kommen.
Jetzt mussten wir die Hütte auf der Tongariro Crossing und die beiden ersten Camps am Whanganui River buchen. Alles erledigt, wir haben einen Plan
Am Abend veranstalten wir dann ein üppiges Apéro, so üppig, dass wir gar nichts weiteres zu Essen kochen müssen


Am nächsten Tag hatten wir zuerst ein Sicherheits Breefing zu unserem Kanu Tripp.
Dann gingen wir zu Fuss zurück in die Stadt, ca 3.5 Kilometer, um unsere Wäsche zu waschen und Resupply sowohl für den River, als auch für die Tongariro Crossing zu machen. Das war dann Essen im Wert von 257 NZ$.

Auch hier wird bereits auf Weihnachten gemacht

Am Abend ging es dann darum, das Essen für den River (5 Tage + 1 Reserve Tag) in ein Fass einzupacken. Verderbliche Waren werden in einer separaten Tasche in einem Kühlschrank aufbewahrt und uns dann zusammen mit dem Fass, Kanu, Schwimmweste etc. zum Fluss gebracht.

Am Abend war dann Barbecue angesagt


Alles organisiert, alles bereit für die nächsten Tage