Nelson – Blenheim – Christchurch

Meine Reise nach Christchurch und zurück mit dem InterCity Bus habe ich bereits vor einem Monat gebucht.
Was ich noch nicht genau geplant habe war, wo ich die Zeit nach dem Queen Charlotte Track und der Reise von Blenheim nach Christchurch verbringen würde.
Eigentlich dachte ich, eine Nacht in Havelock zu verbringen und dann nach Blenheim zu reisen und ein paar Tage zu bleiben. Da ich aber sowieso nochmals in Blenheim sein werde gegen Ende meiner Neuseeland Reise, schien mir Nelson die bessere Option. Zumal ich ja auf eine Übernachtung in Havelock verzichten konnte und so drei Tage für Nelson zur Verfügung hatte.

Nelson ist ein hübsches Städtchen das fast zu Oberst auf der Südinsel Neuseelands an der Tasman Bay gelegen ist. Die Stadt ist bekannt für ihr lokales Kunsthandwerk, Galerien und ist Ausgangspunkt für den Abel Tasman National Park.
Für TA Hiker eignet sich Nelson sehr gut für Resupply und um die erforderlichen Resupply Pakete für die nächsten Wochen vorzubereiten und zu versenden.
Ich musste mich hier entscheiden, wie es mit mir weiter gehen soll. Für mich war klar, dass ich nicht mit einem schmerzenden Fuss in die Richmond Ridges aufbrechen und Nahrung für bis zu 9 Tagen mittragen kann.
Damit erübrigte sich auch die Notwendigkeit jetzt Resupply machen zu müssen und Essenspakete voraus zu schicken. Das könnte ich dann immer noch von Christchurch aus machen.

Also konnte ich Nelson ohne Stress geniessen. Hier ein paar Bilder

Weihnachten im Grünen sieht so aus:

Auch hier in Nelson war ich wieder auf der Suche nach dem Besten Eggs Benedict. Hier ein Beispiel

Am dritten Tag in Nelson traf ich mich mit Svenja und Niklas. Mehr war von unserer Trailfamily nicht übrig. Eteri und Boden waren ja schon in den Richmond Ridges unterwegs.
Meine Schmerzen im Fuss haben in den letzten drei Tagen leider nicht nachgelassen. Darum habe ich mich entschieden, die Richmonds ganz zu überspringen. Wann und wo ich wieder in den Te Araroa einsteigen werden würde wusste ich noch nicht.
Jetzt musste ich noch Svenja und Niklas darüber informiere. Unsere Trailfamily würde nun also ganz aufgelöst werden.

Wir verbrachten den fast den ganzen Tag zusammen, spazierten zum Hafen, assen Sushi und genossen die gemeinsame Zeit

23. Dezember

Die Reise mit dem InterCity Bus von Nelson nach Blenheim dauerte etwas mehr als eine Stunde. Vorbei an grossen Weingütern

Hier in Blenheim trennten sich nun auch für Svenia, Niklas und mich unsere Wege. 🥹 Die beiden würden mit dem Bus noch weiter nach Picton fahren und von dort aus mit der Fähre zurück nach Wellington. Dann weiter zu ihrer Gastfamilie von vor dem Te Araroa.

Ich habe mir für eine Nacht ein Motel im Zentrum von Blenheim ausgesucht.

Sehr günstig, etwas alt aber picobello sauber. Und ich durfte bereits um 12:00 Uhr einchecken, ganze 2 Stunden früher.

Es war heute sehr heiss und so gönnte ich mir gleich eine kühle Dusche und genoss die Kälte der Klimaanlage im Zimmer.
Mitte Nachmittag erkundete ich die nähere Umgebung des Motels, das heisst, ich war auf der Suche nach einem Pub um ein Bier zu geniessen. Hier ein kleiner Eindruck von Blenheim

24. Dezember

Am nächsten Tag checkte ich pünktlich um 10:00 Uhr aus. Mein Bus würde allerdings erst um 14:15 Uhr nach Christchurch losfahren.
Diese vier Stunden nutzte ich dazu, mir für den 25. Dezember Lebensmittel / Snacks zu organisieren. Denn heute Abend würde ich erst gegen 20:00 Uhr in Christchurch ankommen. Wie lange die Geschäfte heute Abend dort geöffnet sein würden wusste ich nicht. Aber ich wusste, dass sie am 25. Dezember sicher geschlossen sein werden. Auch die Restaurants und McDonald’s und so würden geschlossen sein. Um an diesen Tag zu überleben und nicht zu verhungern musste ich also vorbereitet sein.

Es blieb dann doch noch viel Zeit übrig, beim Bahnhof / Bushaltestelle zu warten. Etwas Unterhaltung bekam ich dann durch Kiwi Rail

Mit dem Zug wäre auch eine Möglichkeit gewesen nach Christchurch zu fahren. Die Fahrt dauert auch 5 1/2 Stunden wie mit dem Bus. Nur würde mich das Zugticket mindestens das dreifache des Bus Tickets kosten.

Dann war es endlich so weit. Der Bus kam. Ich hatte mir für 8 $ Aufpreis einen sogenannten „Golden Seat“ gegönnt. Das ist ein etwas breiterer Sitz mit Lederbezug statt Stoff, etwas mehr Beinfreiheit, die Rückenlehne kann etwas mehr zurückgelehnt werden und jeder Sitz hat einen USB-Ladeanschluss um seine elektrischen Geräte zu laden.
Mein Sitzplatz, ein Einzelsitz, befand sich ganz zuvorderst im Bus.

So macht Bus fahren Spass

Natürlich kommt es auch auf die Strecke an, in welcher Gegend der Bus unterwegs ist. Bei solchen Landschaften kann man aber nicht meckern

In Kaikoura gab es dann eine 45 Minütigen Zwischenstopp wo man sich die Beine vertreten konnte oder sich etwas zu Essen und Trinken besorgen konnte.

Es folgten dann noch weitere 3 Stunden Busfahrt mit ein paar wenigen Zwischenhalten um Passagiere ein- und aussteigen zu lassen.

Kurz vor 20:00 Uhr kam ich in Christchurch an. Mein Hotel war nur gerade ein Block vom Busbahnhof entfernt. Wie praktisch!

Und weil es Weihnachten war gönnte ich mir ein Upgrade in ein grösseres Zimmer

Was macht man am 24. Dezember abends? Man geht in die Kirche! Das machte ich auch

Ja, eine Kirche die zum Pub umfunktioniert wurde!
Sogar mit live Musik! Dazu ein Bier und ein paar Pommes, mehr brauchte ich nicht um glücklich zu sein.