Km 1694 Distanz: 25.67 Km gewandert, Dauer: 6 Stunden 42 Minuten.
„Dieser Wanderweg von Paekākāriki nach Pukerua Bay verläuft hoch über dem State Highway 59 und der Eisenbahnlinie und erreicht eine Höhe von 220 m über dem Meeresspiegel. Er bietet spektakuläre Ausblicke und ist einer der Höhepunkte des Te Araroa Trails.“ So lautet die Beschreibung dieses Abschnitts von Te Araroa in der Trail App.
Nicht nur Höhepunkte gab es, sondern auch Herausforderungen wie Hängebrücken oder „Swingbridges“ wie sie hier genannt werden.
Ich hatte grossen Respekt davor, diese Brücken zu überqueren, doch ich wollte es unbedingt machen und mir selber beweisen, dass ich es schaffen kann.

Der Weg führt zuerst der Bahnlinie entlang durch dichten Wald

Danach beginnt er langsam anzusteigen


Der Track ist auch geeignet, um Züge zu beobachten, die regelmässig vorbeifahren

Ja und dann beginnt ein Anstieg, der es in sich hat. Es geht einfach nur steil nach oben, über viele Treppen. Schon nur dafür muss man schwindelfrei sein, denn es hat keine Treppengeländer, nichts, das einem auffangen könnte.
Ich begann mich zu fragen, was mich mehr Überwindung brauchen würde, diesen Hang hoch zu klettern, oder die noch bevorstehenden Hängebrücken… ?


Am höchstens Punkt angekommen genoss ich die Aussicht nur kurz, denn es windete stark. Kein gutes Vorzeichen für die noch zu überquerenden Hängebrücken.
Dafür entdeckte ich dies…

… einen Defibrilator. Auf einem Wanderweg. Das gibt einem doch ein gutes Gefühl… … oder nicht?

So steil wie der Aufstieg war, so steil ging es auch wieder hinunter. Jetzt also auch noch vorwärts diese steilen und schmalen Treppen hinunter gehen.
Schön langsam, immer auf den nächsten Tritt achten. Nicht dabei hinunter schauen. Stehen bleiben, wenn man sich umschauen will. Dann passiert auch nichts.

Bald war es soweit. Die erste Hängebrücke. Ich konnte sie schon von Weitem sehen.

Damit, dass mich der ganze Weg vor eine Herausforderung stellen würde, habe ich nicht gerechnet. Ich hatte es bis hierhin geschafft, dann würde ich auch diese Brücke bewältigen können

Ich hatte schon „weiche Knie“ beim drüber laufen. Aber ich hatte es geschafft! Die Erleichterung war gross. Weiter zur nächsten Brücke.
Nur gerade 10 Min. später konnte ich erneut meinen Mut unter beweisen stellen.

Eigentlich dachte ich, dass ich nun schon etwas geübt sei, solche Brücken zu passieren. Es müsste mir doch nun leichter fallen.
Leider war dem nicht so, das genau gleiche mulmige bis panische Gefühl kam auch diesmal wieder auf.
Irgendwie muss es halt jeweils weiter gehen. Nicht lange überlegen, nach Vorne schauen und das Ende der Brücke fokussieren. Das ist meine Strategie für solche Situationen.
Die Hälfte der heutigen Etappe war geschafft. Ab dann ging es schon bald ziemlich unspektakulär mit Roadwalk, entlang des Highways weiter

Für heute Nacht hatte ich mir bereits gestern ein Hotelzimmer im Zentrum von Porirua reserviert.


Trotz vorhandener Küchenzeile ging ich lieber in ein Restaurant
