Flug nach Neuseeland

Ich mache mich auf den Weg zum Gate. Bereits 30 Min. vor der  voraussichtlichen Boarding Zeit. Meine Begleitung vom Ankunftsgate und Transferdesk hat mich darüber informiert, dass mein aufgegebenes Gepäck nochmals einer Security Kontrolle unterzogen werden würde und wenn etwas nicht in Ordnung sei müsste ich mich rechtzeitig vor Abflug beim Gate melden damit mein Gepäck nicht zurück bliebe.
Was würde wohl passieren, wenn sie mein Garmin Gerät finden? Solche Geräte sind in China verboten. Darum habe ich es ja ins eingecheckte Gepäck gepackt.

Als ich zum Gate komme sitzt wieder die gleiche nette Chinesin vom Transferdesk hinter dem Schalter. Ich gehe auf sie zu. Noch bevor ich am Schalter bin winkt sie mir zu und sagt „your  luggage is ok”. Mir fällt ein tonnenschweren Stein vom Herzen aber lasse mir von aussen nichts anmerken. Ich werde mein Garmin Gerät also erfolgreich nach Neuseeland bringen können.

Boarding beginnt sogar 5 Min früher als geplant. Mein Sitzplatz auf diesem Flug 4B. Leider kein Fensterplatz, aber es wird sowieso die meiste Zeit über dunkel – da Nacht – sein.

Dafür hatte ich Glück mit einer der drei Brand neu überarbeiteten Boeing 787-9 Dreamliner fliegen zu dürfen. Die neuen Business Premier Sitze bieten viel mehr Privatsphäre als die bisherigen.

Wie vermutet beginnt der Bordservice ca 1 Stunde nach dem Start. Hier die Bilder von der Vorspeise, Hauptgang und Dessert.

Dann bereite ich mich vor zu schlafen. Auch hier kann ich den Sitz komplett flach machen und auch hier gibt es eine Matratze, die ich auf den flachen Sitz legen kann. Diese ist sogar noch etwas dicker und weicher als in der Swiss. Das grösste Highlight ist aber, dass es zwei grosse Kissen gibt. So kann ich dann sicher gut schlafen….

Na ja, Vorstellung und Wirklichkeit sind dann halt manchmal unterschiedlich. Wieder nur 5 Stunden geschlafen, diesmal mit etwas weniger Unterbrüchen als nach Shanghai. Jetzt, knapp 3 Stunden vor der Landung, wird das Frühstück serviert.

Die Trüffel Omelette war hervorragend!

Ankunft in Auckland.

Die Immigration (Passkontrolle) dauerte gerade mal 2 Minuten. Ich benutzte ein e-Gate. Diese Gates sind für einzelne Länder verfügbar, unter anderen auch für die Schweiz. Funktioniert genau gleich wie die Ausreise aus dem Schengenraum ein paar Stunden zuvor. Es gibt halt leider keinen Stempel mehr in den Pass. Alles läuft nur noch elektronisch – das Visum, die Travellers Declaration, und so weiter.

Baggage Claim. Weil die Passkontrolle so fix ging musste ich dafür am Gepäckband 15 Min. warten. Meine Tasche war dann aber eine der ersten Gepäckstücke, die auf dem Band auftauchten. 

Weiter zum Zoll mit der integrierten Biosecurity. 

Dazu habe ich ja bereits in Shanghai meine Travellers Declaration online ausgefüllt. Es ist einfach wirklich sehr sehr wichtig alles genauestens zu deklarieren. Ansonsten riskiert man eine Busse von mindestens 400 bis 100‘000 NZ$! Also nochmals: alles deklarieren!

Ich musste meine verschreibungspflichtigen Medikamente und gebrauchtes Outdoor Equipment angeben und kontrollieren lassen. Das bedeutete, dass ich durch sämtliche Kontrollen, die Neuseeland bei der Einreise zu bieten hat gehen musste.
Bei den Medikamenten reichte ein kurzes Gespräch mit dem Zollbeamten. Ich musste weder mein Rezept noch die Medikamente zeigen. Wir sprachen eigentlich mehr über meinen Schweizer Pass, der viel zu „shiny“ (hell/glänzend/spiegelnd) war, als dass er diesen mit seinem Handy einlesen konnte. Er musste die Passnummer manuell eintippen um an mein Einreisedossier zu gelangen.

Weiter zum Outdoor Equipment Check. Dort wollte der Officer wissen was für Equipment, insbesondere gebrauchte ich dabei hatte. Zelt, Schlafsack und Rucksack war meine Antwort. Davon wollte er lediglich mein Zelt genauer untersuchen. Beim Auspacke des Zeltes aus meiner Reisetasche kam dann mein zweites Paar Trail Runner zum Vorschein. Er fragte, ob diese neu seien? Was ich bestätigte. Er lachte und sagte, er habe dies vermutet, ansonsten hätte ich einen absolut perfekten Job gemacht bei der Reinigung. Nun musste auch ich lachen.

Dann verschwand er mit meinem Zelt aus meinem Blickfeld um daran einen, wie er sagte „Test“ zu machen. Nach 5 Min kam er zurück und sagte, es sei alles in Ordnung. Auch die dazu gehörenden Heringe seien in Ordnung. Offenbar habe ich auch hier einen gute Reinigungs Job gemacht. Oder anders gesagt hat sich mein Aufwand bei den Vorbereitungen gelohnt. 

Ich konnte endlich zum finalen Check weitergehen, bei dem sämtliches Gepäck nochmals durch einen Scanner geschleust wird. Alles in Ordnung.
Ich kam endlich in der Ankunftshalle an und versuchte herauszufinden, wo und wie ich in diesem wilden Durcheinander mit vielen Menschen, Begrüssungs-Szenen und einem Wald von Schildern zu im voraus gebuchten Transporten, ich meinen Weg hinaus und nach Auckland CBD (Centeal Business District) finden konnte.
Und ich wollte eigentlich bereits hier am Flughafen eine e-SIM mit einer neuseeländischen Telefonnummer kaufen. Doch das klappte nicht. Hier werden nur physische SIM Karten verkauft. Ich müsse dazu in ein Geschäft in der Stadt.

Zurück zum Transfer in die Stadt. Ich wollte die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen. Das war am kostengünstigsten. Auf diese Weise kostet mich ein Weg gerade mal 6.90 NZ$ also etwa 3.45 CHF.

Dazu kaufte ich diese AT Karte lud einen Betrag darauf und konnte nun sämtliche ÖV in und um Auckland benutzen.

Einfach immer beim Einsteigen und Aussteigen an das Lesegerät im Bus, Bahn, Fähre halten um ein gültiges Ticket zu haben.

Nun konnte ich mich endlich zu meiner Unterkunft aufmachen.
Ich bin in der City Lodge, welches zum YMCA Auckland gehört. Für nur wenig Geld mehr habe ich hier ein Einzelzimmer mit Dusche und WC im Zimmer und nicht eine Gemeinschaftsdusche auf der Etage wie im YMCA

9:40 Uhr. Ein verlockendes Bett. Doch jetzt ist genau der falsche Zeitpunkt um sich hinzulegen. Ich werde mich jetzt wachhalten müssen. Ich habe ja noch so einiges zu erledigen und organisieren bis ich mich vom Cape Reinga auf meine Wanderschaft begeben kann…