Geschlafen habe ich nicht viel. Vielleicht so zwei bis zweieinhalb Stunden maximal. Aber das kenne ich ja bereits, ist immer so vor einer Reise.
Es regnet. Glücklicherweise kann ich mit Bruno mit dem Auto bis Bern Brünnen fahren. Das erspart mir einen 12 Minuten langen Weg durch den Regen zu unserem Heimbahnhof.

Bereits 8:50 Uhr komme ich am Flughafen Zürich an . Das sind dann 4 Stunden und 20 Minuten bis zum geplanten Start. Also keine Eile mit Einchecken etc. Ich habe Durst und organisiere mir erst einmal eine Flasche Mineralwasser.
Check-in keine Wartezeit und dank Priority Laine habe ich den Security Check nach 20 Minuten hinter mir. Die Warteschlange für die anderen ist mindestens 4 mal länger.
Ein Gate habe ich jetzt noch nicht mitgeteilt bekommen. Sicher ist nur E – also im Midfield Terminal. Dort will ich jetzt noch nicht hin. Ich spaziere durch das ganze Flughafengebäude – sogar zu den Gates B.

Dann kommt eine SMS und eine E-Mail von Swiss, sie hätten durch einen Lieferengpass nicht ausreichend Kopfhörer an Board – ich soll einen eigenen mitbringen, wenn ich das Board Unterhaltungssystem z. B. für Filme nutzen möchte. Also organisiere ich mir für CHF 14,95 ein entsprechendes Gerät, denn ich will ja Filme gucken.
So langsam mache ich mich jetzt auf den Weg zu den E-Gates. Passkontrolle. 4 Schalter sind geöffnet. Die automatische Selbst Passkontrolle ist nicht in Betrieb. Eine riesige Warteschlange! Es ist 10:30 Uhr. Hochbetrieb. Wäre ich doch eine halbe Stunde früher gekommen. Also nochmals Anstehen, im Endeffekt für 30 Min.
In der Business Lounge angekommen gönne ich mir ein Frühstück mit Rührei, Aufschnitt, Käse, Gipfeli und ein Pain aux Chocolate.

Beim ziemlich pünktlichen Boarding um 12:25 bin ich erstaunt, wie oft ich meinen Pass und das Boarding Ticket vorweisen muss. Für sämtliche Gates mit Flügen nach USA gibt es eine Vorkontrolle und mein Boarding Pass erhält einen blauen Stempel sowie ein Gekritzel, das ich als Visa zu entziffern glaube.
Es herrscht ein “geordnetes” Durcheinander. Zwei weitere Flüge in die USA, nach Chicago und San Francisco, sollen zur gleichen Zeit wie mein Flug starten. Die auf dem Boarding Pass definierte Passagier Gruppe (für mich Gruppe 2) ermöglichen ein schnelles und reibungsloses Boarding. Ein Cüppli wird sofort an meinen Sitzplatz serviert.

“Boarding complete” tönt es aus dem Boardlautsprecher mit etwas Verspätung. Und dann um 13:30 Uhr stehen wir auf der Startbahn bereit, die Triebwerke der Boeing 777-300ER heulen auf und wir rollen los. Vielleicht eine halbe Minute später heben wir in Richtung Bülach startend ab.
Nun geht es für mich richtig los. Jetzt einfach geschehen lassen und geniessen. Trotzdem ein komisches Gefühl, aber überwiegend Vorfreude, das Ganze noch vor sich zu haben.
Übrigens – in der Business Class hat es bei jedem Sitzplatz einen Kopfhörer mit speziellem Stecker hängen. Ich hätte keinen Kopfhörer zu kaufen gebraucht.
Unser Flug führt über Deutschland und Dänemark nördlich an Island vorbei. Dann weiter über Grönland und Kanada in die USA hinein.

Es hat noch wirklich viel Schnee hier in Nordamerika.




Landung in Los Angeles um 16:10 Ordszeit. In der Schweiz bereits 01:10 des nächsten Tages.
Eine Zollerklärung müssen wir nicht ausfüllen, falls nötig, müsste ich diese nach der Border Control elektronisch an einem dafür vorgesehenen Bildschirmterminal ausfüllen wurde mir erklärt.
Bei der Border Control warte ich dann 1 Stunde und 40 Minuten bis ich beim Immigration Officer bin. Dieser fragt mich nach dem Grund meiner USA Reise. Ich sage ihm, dass ich den PCT Thru Hiken will. Er kennt diesen nicht, weiß aber um die extremen Schneemengen dieses Jahr auf den Bergen liegen. Dann will er noch wissen, wie lange diese Wanderung dauert und wann ich die USA wieder verlassen werde. Einen Einreisestempel erhalte ich nicht in meinen Pass. Das scheint neuerdings auch alles elektronisch zu sein.
Mittlerweile 18:00 Uhr komme ich aus dem Flughafengebäude raus und suche die Hotel Shuttle Busse. Nach 2 mal Nachfragen und etwas suchen erwische ich meinen Shuttlebus, der mich ins Hilton Airport bringt.
Das einchecken ins Hotel habe ich während dem Schlange Stehen bei der Immigration online gemacht. Den E-key habe ich dann auf mein Cellphone erhalten, so kann ich direkt in mein Zimmer im 17. Stock gehen und muss nicht an der Réception anstehen.

Dann bestellte ich mir beim Zimmerservice noch einen Burger und ein Bier und geniesse mein 1. Abendessen in den USA im Hotel Zimmer.
