Twizel nach Lake Ōhau

Km 2527.5, Distanz: 31.11 Km gewandert, Dauer: 6 Stunden 21 Minuten.

Nur ein Hauch von Kondensation ganz zu Oberst im Zeltdach. 12 Grad heute Morgen. Aber ich habe gefroren letzte Nacht. Die Daunen im Schlafsack sind, vor allem in der Fusskammer, verklumpt. Vermutlich war der Schlafsack nach dem Waschen trotz 3 x 30 Minuten Trockner immer noch nicht ganz trocken. Dann habe ich den Quilt für fast 10 Tage nicht gebraucht und er war im Drybag wasserdicht verpackt, so dass auch keine Feuchtigkeit entweichen konnte. 

Also bin ich heute nach dem Zeltabbau mit Sack und Pack auf dem Weg zum Trail nochmals durch den Ort Twizel gelaufen, um den Quilt erneut in den Trockner zu stecken. 

20 Minuten für 5 NZ-$. Dann halt nur nochmals 20 Minuten. Eine Temperatur konnte ich nicht wählen, also war es vermutlich volle Pulle. 

Jedenfalls scheint das Problem gelöst zu sein. Ich werde es ja dann nächste Nacht merken.

30 Kilometer zu Fuss stehen heute auf dem Programm. Fast nur flach, das sollte eigentlich gut zu schaffen sein. Und mit Essen für 5 Tage plus ein Reserve Hauptessen ist mein Rucksack ziemlich schwer. Sozusagen ein Testlauf, wie mein Fuss darauf reagiert! 

Ach ja, heute trage ich zum ersten mal die neuen Schuhe. Leider nur noch in schwarz gehalten fehlen mir die poppigen leuchtenden Farben meiner beiden Vorgängerschuhe schon. Die alte Schuhe habe ich gestern nach dem Radfahren entsorgt. 

Es ist kurz nach 7:30 Uhr als ich endlich aus Twizel loslaufen kann. 

Zuerst der Hauptstrasse entlang, dann über einen Damm, …

… und schliesslich entlang eines Flussbettes.

Keine Seele weit und breit, nur Landschaft mit Blumen

20 Kilometer Gravel Road. Dann kam ich am Lake Ōhau an. Nur noch 10 Kilometer bis zum Camp.
Es war sonnig und es wurde sehr heiss.
Zudem führt der Te Araroa hier über eine Weg, der auch von Biker genutzt wird. Ich musste ständig beiseite treten um Radfahrer durchfahren zu lassen.

Die letzten 3 Kilometer führten dann wieder einer asphaltierten Strasse entlang.
Ich versuchte noch einen Hitch zu bekommen, leider ohne Erfolg. Denn mein Fuss begann wieder zu schmerzen.

Im Camp angekommen fand ich schnell den für mich perfekten Platz

Mit diesem Ausblick

Immer noch sonnig und heiss nutzte ich die Gelegenheit, um meinen Quilt noch mehr zu trocknen, indem ich diesen über mein Zelt stülpte.

Um es gleich vorweg zu nehmen, die Daunen waren wieder ganz trocken, keine Klumpen mehr, ich hatte nicht mehr kalt in der Nacht