Queen Charlotte Trail II

… Was ist passiert?

Kurz vor 22:00 Uhr rannte der Platzwart von Zelt zu Zelt, leuchtete mit einer hellen Taschenlampe in sämtliche Zelte und warnte uns davor, dass gleich ein Hubschrauber herfliegen werde um eine verunfallte Person abzuholen.
Sieht aber schon ein wenig aus wie ein Überfall der Ausserirdischen….

Landen konnte der Hubschrauber nicht. Also haben sie beim ersten Anflug nur eine Person mit Rettungsmaterial abgesetzt. Dann flog der Hubschrauber wieder davon, bis von der abgesetzten Person das Signal kam, dass der Patient und der Retter zum Abholen bereit waren. Dann kam der Hubschrauber wieder zurück und nahm schwebend beide Personen mittels Seilwinde zu sich hoch.

Svenja hat nochmals nachgefragt, was genau passiert sei. Sie erhielt dann nur die Antwort, dass ein Mädchen heruntergefallen sei. Wo und wie haben wir dann nicht erfahren. Spielt auch keine Rolle.
Wir wurden kurz nach dem Einschlafen wieder geweckt und hatten ein lautes und ziemlich stürmisches Schauspiel und somit eine ziemlich unruhige Nacht…

Nein, nein, … uns geht es zum Glück soweit sogut

Jetzt zum heutigen Tag


Km 1791 Distanz: 25.18 Km gewandert, Dauer: 6 Stunden 54 Minuten.

Heute bin ich um 05:50 Uhr aufgestanden und war um 06:45 zurück auf den Trail. 

Es hatte ja geregnet gestern Abend. Daher war mein Zelt innen und aussen nass. Alles andere blieb trocken! Also Quillt, Isomatte, usw. …

Wie schon Tags zuvor führte der Weg entlang von Buchten, dann wieder hoch zum Kamm der Hügel, eine Weile dort entlang mit mehr oder manchmal auch weniger Aussicht und dann wieder auf die eine oder andere Seite zum Meeresarm hinunter.

Zeitweise hatte die heutige Etappe ganz schön steile Anstiege. Insgesamt waren es gut 950 Meter Anstieg und dann auch wieder Abstieg.

Ein paar Kilometer weiter dann nochmals eine Wegweisersäule, jetzt etwas internationaler.

Die Bay of Many Coves. Oder auf deutsch: Die Bucht der vielen Buchten.

Genau um Punkt Mittag bin ich im Black Rock Campsite angekommen. Die Sonne kam gerade heraus und so nutzte ich die Gelegenheit um hier mein Zelt zum Trocknen aufzubauen.

Schon 10 Minuten später war alles trocken. Auch meine Zeltunterlage. Ich liess mir aber noch etwas mehr Zeit, weil es ja nur noch 7-8 Kilometer waren bis zum nächsten Campingplatz.

Bereits vor 14:00 Uhr kam ich dann auf dem Zeltplatz an. 
Bei der Suche nach dem besten Platz für mein Zelt stiess ich auf einen Mann, der hier offenbar mit seinem Camper lebt. Zumindest im Sommer, sagt er mir. Ob das wohl legal ist? Auf einem DOC Campground? Ich wage es zu bezweifeln.
Jedenfalls bot er mir sofort an, mein Zelt neben seinem Camper aufzustellen. Und ein gratis Bier erhielt ich auch noch.

Diesmal wollte ich eben mein Zelt wieder am Ufer mit einer leichten Briese aufstellen und nicht wieder im feuchten Wald ohne Luftzug, um der Kondensation im Zelt entgegen zu wirken. Also nahm ich sein Angebot an und baute mein Zelt dort auf.

Und weil es eben noch so früh am Nachmittag war machte ich mich zusammen mit Amy auf den Weg zur etwa 1 Kilometer entfernten Portage Ressort mit öffentlichem Restaurant.
Ja wir liessen es uns gut gehen

Bier auf leeren Magen. Dann vielleicht halt doch noch eine Portion Chips (Pommes Frittes)