Cook Straight

Km 1746 Distanz: 6.25 Km gewandert, Dauer: 1 Stunden 44 Minuten.

Heute geht es mit der Fähre auf die Südinsel. Genauer gesagt von Wellington nach Picton. 

Der Wecker klingelt um 04:30 Uhr früh. Ich möchte spätestens um 05:40 Uhr alles gepackt haben um dann den ersten Bus in Richtung Fähren-Terminal erwischen zu können, der um 05:53, fast vor meinem Hotel, durchfährt.

Geschlafen habe ich gar nicht gut. Ähnlich wie vor einer Flugreise. 

Duschen, einen Energy Drink einwerfen, fertig packen… … ich war dann schon um 05:30 Uhr bereit zur Abreise. Aus reiner Neugier schaute ich in der Uber App nach, was mich die Fahrt zum Terminal mit diesem Fahrdienst kosten würde und ich kam zu der Überzeugung, dass mich dies 7.77 NZ-$ Wert waren. Und ich musste nicht noch 8 Minuten von der Bushaltestelle zum Terminal laufen. Also bestelle ich mir ein Uber Fahrzeug. 

06:05 ich kam beim Terminal an. Zehn Minuten später öffnete dann das Terminal Gebäude und ich konnte einchecken.

Das funktionierte genau gleich wie auf einem Flughafen. Grosses Gepäck wird gewogen und als Aufgabe-Gepäck transportiert, so auch mein Rucksack. Als Handgepäck sind dann eine kleine Tasche und ein zweites kleines Gepäckstück wie eine Laptop-Tasche erlaubt. 

Ich erhielt eine Boarding-Karte. Meinen Rucksack war ich nun los. Jetzt hiess es, auf das Boarding warten. Ich fand eine Sitzbank in der Nähe einer Steckdose. Perfekt um an meinem Blog zu arbeiten und gleichzeitig mein Smartphone laden zu können.

8:00 Das Boarding begann. Über einen gedeckten Walkway gelangten wir zur Fähre.

08:45 Die Fähre legte ab. By by Nordinsel.

Die Cook Straight oder Cook Strasse, in Maori auch Raukawa genannt, ist die Meerenge zwischen der Nord- und Südinsel Neuseelands. Sie ist nach dem Seefahrer und Entdecker Kapitän James Cook benannt und zählt zu den stürmischsten Meeresstraßen der Welt.
An der engsten Stelle ist sie 22 km breit.
Die Maori waren, lange vor den ersten Europäern, die ersten Menschen, welche die Cook Straight mit ihren Kanus überquerten.
Der erste Europäer der die Meeresenge sah war der Holländer Abel Tasman. Er hielt sie jedoch lediglich für eine grosse Bucht.
Das Verdienst, die Meerenge als erster Europäer durchfahren zu haben, wurde dem britischen Seefahrer James Cook am 22. Januar 1770 zuteil. Nach ihm wurde die Meerenge dann auch benannt.
Die Cook Straight soll schon 93 mal von Menschen durchschwommen worden sein. Dies trotz Gezeitenströmen plötzlichen Winden, kreuzenden Schiffen und Haien.

Es regnet und windet stark. Darum ist das oberste Deck und die Decks auf der Wind zugewandten Seite (Luv 😉) geschlossen. Nur auf de Lee Seite war ein Deck geöffnet. Nass wurde man dort aber auch.

Nach der Einfahrt in den Queen Charlotte Sound wurde dann das Oberdeck geöffnet. Die Gefahr von Deck geweht zu werden war nun, geschützt durch die Marlborows Inseln und Halbinseln, nicht mehr da. Es regnete aber immer noch.

12:15 Uhr. Wir kamen pünktlich in Picton an. Über eine 400 Meter langen gedeckten Walkway verliessen wir die Fähre um zum Terminal Gebäude zu gelangen. Dort warteten wir auf unser Gepäck, sprich Rucksack.

Und weil mir die Fahrt mit der Fähre so gut gefallen hat, hier ein kleines Video dazu

Picton. Wir werden nicht lange hier bleiben. Denn es geht gleich wieder weiter mit dem nächsten Boot.

Nur gerade etwas mehr als eine Stunde sind wir hier. Mit dem Taxiboot fahren wir wieder hinaus zur Cook Straight, genauer gesagt nach Ship Cove. Vielleicht besser verständlich mit diesem Kartenausschnitt. Die von Rechts kommende Linie ist die InterIslander Verbindung von Wellington nach Picton. Die kürzere Linie dann die CougarLine Water Taxi

Screenshot

Das Taxiboot war deutlich schneller unterwegs als die Fähre. Und so sind wir bereits nach 45 Min. in Ship Cove, dem Beginn (Southbound) des Queen Charlotte Trails angekommen.

Es ist 14:30 und wir müssen heute nur gerade 6 Kilometer laufen, bis zum ersten Camp, dem „Schoolhouse Bay Campsite“. Das ist ein DOC Campground, der in unserem TA-Pass inbegriffen ist, den man aber dennoch vorgängig online reservieren muss, was wir auch gemacht haben.

Der Weg ist wirklich gut ausgebaut und auch für weniger geübte Wanderer ausgelegt. Dazu mehr im nächsten Beitrag „Queen Charlotte Track“

nach ungefähr der Hälfte der heutigen Strecke sind wir bei einem Aussichtspunkt angelangt. Es regnet gerade nicht mehr und trotz Wolkendecke eröffnet sich eine wunderschöne Aussicht auf die Sounds.

Von dieser Seite her kamen wir hoch…

… und auf diese Seite hinunter gehen wir zur Schoolhouse Bay.

Das ist dann der heutige Campingplatz. Diesen müssen wir nur gerade mit diesen frechen und diebischen Weka Vögel teilen.

Alles, was nicht niet- und nagelfest ist, oder nicht gut eingepackt im Rucksack / Zelt und nicht zu schwer ist wird geklaut. So haben sie Amy einen Beutel mit Milchpulver stibitzt.
Amy und ich kamen gerade von der Bucht zum Zeltplatz hoch und sahen gerade noch, wie dieser Weka sich den Beutel, der vor Amy‘s Zelt lag schnappt und mit diesem im Schnabel in den Wald rennt.
Es sollen auch schon ganze Gaskocher oder CampSchuhe gestohlen worden sein. Also immer alles schön einpacken und nichts herumliegen lassen.

Und das ist unser Ausblick von hier

Und das ist Schoolhouse Bay

Gegen Abend, kurz vor Sonnenuntergang verzogen sich dann endlich die Regenwolken.

Schon fast kitschig, als sich dann auch noch ein Segelboot für die Nacht in der Bucht vor Anker legt

Endlich wieder eine Nacht im Zelt. Und weil ich in der letzten Nacht so gut wie gar nicht geschlafen habe, freute ich mich riesig auf die kommende Nacht.

20:00 Uhr, gute Nacht 😴