Km 101.5, Distanz: 32 Km gewandert (gemäss Garmin 32.66 Km), Dauer: 7 Stunden 20 Minuten
Letzter Tag auf der 90 Miles Beach. Mein Wecker weckt mich wie gewohnt um 5:15 Uhr.
Ich habe wiederum so halb gut geschlafen. Mein Körper hat sich immer noch nicht an diese aussergewöhnlichen Strapazen gewöhnt. Das sagt er mir, indem meine Beine, insbesondere die Hüften und Füsse schmerzen.
Erneut viel Kondensation im Zelt und auf meinem Quilt, auch sonst ist alles ein wenig feucht. Sogar meine Schuhe konnten nicht ganz austrocknen – nun, ich muss sie trotzdem anziehen .
Etwas später als gestern, um 6:20 Uhr bin ich dann wieder gestartet.
Erneut kann ich einen wunderbaren Sonnenaufgang bewundern

Ungefähr ein einhalb Stunden nach dem Start kam ich zu dieser Stelle

Dann hatte mich die grosse Weite dieses Strandes wieder…
Diese Portugiesische Galeeren oder auch Bluebottle genannten Tiere trifft man überall auf der 90 Miles Beach an. Sie werden mit der Flut an Land gespült.

So langsam nähere ich mich dem Ende der 90 Miles Beach. Da entdecke ich diese Kuriosität, jedenfalls für mich.
Schon von Weitem habe ich gesehen, dass sich eine Herde Tiere von den Dünen auf den Strand und in die Brandung stürzen. Ich dachte eigentlich, das seien wilde Pferde gewesen. Jetzt sehe ich, dass es sich dabei um Kühe handelte

Das nächste Highlight: triple digits! Die ersten 100 km sind geschafft. Das Ganze jetzt nur noch 30 mal wiederholen 😉

Der letzte Kilometer…

Nochmals ein letzter Blick zurück

Ich bleibe nochmals einen langen Moment stehen und lasse die 90 Miles Beach auf mich wirken. Dann verabschiede ich mich von ihr, glücklich und traurig zugleich…

Vom Strand aus sind es nochmals etwas mehr als 1 km bis zum Holliday Park zu gehen. Es ist ein komisches Gefühl, wieder festeren Boden unter den Füssen zu haben. Meine Beine fühlen sich noch schwerer an. Dann ist diese Etappe endlich geschafft.

Mein heutiger Zeltplatz

Der Holiday Park ist sehr sauber, grosse Küche, Waschmaschine, WiFi, kalte Getränke (leider kein Bier), eine kleine Auswahl an Essen, alles was man sich als Hiker nur wünschen kann.


Sogar mehrere Backöfen sind vorhanden. Also kaufen wir uns im kleinen Shop auf dem Campingplatz eine Pizza um ein wenig Abwechslung vom Trail Food zu haben. Die schmeckte sogar wirklich gut! 😋

Morgen haben wir eine viel kürzere Etappe vor uns und ich kann ausschlafen. Ich konnte bis 22:00 Uhr wach bleiben und an meinem Blog arbeiten…