Die Sierras

Vom Besuch einiger Resupply Towns und Trailheads

Wie schon im letzten Beitrag erwähnt, hatte ich im Moment genug von diesen Mega Citys und grossen Menschen Ansammlungen. Ich sehnte mich nach Ruhe und der Natur.

Ich war noch immer per SMS in Kontakt mit Miles. Er war im Moment in Mammoth Lake, würde aber am nächsten Tag wieder auf den Trail starten. Sein Plan war es, in ungefähr 10 Tagen in Kennedy Meadows South (KMS) zu sein. Da ich wusste, wie schwierig es war, von KMS aus einen Hitch zu bekommen, bot ich ihm an, ihn dort abzuholen. Ich wollte sowieso noch einmal dort hin und mindestens eine oder zwei Nächte in KMS verbringen.
Von ihm erfuhr ich auch, dass Handyman und Chill nur ein oder zwei Tage hinter ihm unterwegs waren.
Es bestand also die Chance, dass ich die drei vor meiner Heimreise noch einmal treffen könnte.

Sonora Pass

Also bin ich von San Francisco aus wieder zurück in die Berge gefahren. Über die San Francisco-Oakland Bay Bridge ging es in Richtung Sonora Pass. Dort wollte ich beim PCT Trailhead übernachten.

Doch es kam anders. Noch bevor ich auf dem Pass ankam zogen sich dunkle Wollen zusammen.

Es begann zu hageln. Glücklicherweise nur etwa 1 Minute lang trommelte es auf mein Autodach. Mein Auto kam heil davon. Aber je höher ich fuhr, desto mehr Hagelkörner lagen auf der Strasse. Es sah fast so aus wie Schnee. Vermutlich hat mich der Hagelsturm nur am Rande getroffen.

Die Zufahrt zum Trailhead war allerdings mit Autos blockiert, die durch die Strassenverhältnisse nicht mehr weiterfahren wollten oder konnten. Ich hatte zum Glück ein Auto mit 4 x 4 Antrieb und Alljahres Reifen.

Aber ich konnte nicht beim Trailhead anhalten. Also fuhr ich weiter und suchte mir einen anderen Ort um zu Campieren. Ein paar wenige Meilen nach dem des Pass fand ich eine geeignete Stelle.

Und das war meine Aussicht


Mammoth Lake

Am nächsten Morgen fuhr ich dann weiter nach Mammoth Lake. Dort angekommen gönnte ich mir in der Bäckerei ein kleines Frühstück.

Ich wusste ja, dass Chill und Handyman eventuell im Ort sein könnten. Also sendete ich eine Nachricht an Handyman und fragte, wo er im Moment sei.
Die Antwort kam innert kürzester Zeit. Er und Chill seien in Mammoth Lake in der Loundry. Ich antwortete nicht elektronisch, sondern machte mich gleich zu Fuss auf den Weg zur Loundry, denn diese war nur etwa 100 Meter von der Bäckerei entfernt.
Die beiden staunten nicht schlecht, als ich plötzlich vor ihn stand!

Sie sind gestern hier angekommen und machten heute ihren Resupply. Und weil ein Postpaket heute noch nicht angekommen war wurde für die beiden ein Zero Day daraus.

Mit meinem Auto fuhren wir am Nachmittag zu „Wild Willy‘s Hot Springs“.

Schon eine tolle Sache so eine heisse Quelle!

gegen Abend fuhren wir dann zurück nach Mammoth Lake und übernachten auf dem „Old Shady Rest Campground“

Am nächsten Tag ging es dann zuerst zur USPS Post Filiale. Handyman‘s Paket war leider immer noch nicht angekommen. Länger in Mammoth Lake konnten sie nicht warten. Also musste er die Sendung zum nächsten Resupply Ort umleiten. So geht das.

Ich habe dann die beiden zum Devils Postpile National Monument, beziehungsweise nach Red‘s Meadow gefahren. Von dort aus war es nur eine kurze Wanderung zurück auf den PCT

Devils Postpile National Monument

Red‘s Meadow

Hier habe ich dann noch weitere mir bekannte Hiker angetroffen.

Dann hiess es leider Abschied nehmen von Chill und Handyman.

Ich bin dann wieder zurück nach Mammoth Lake gefahren und habe nochmals auf dem Old Shady Rest Campground im Auto übernachtet.

Bishop

Von Mammoth Lake ging es dann für mich weiter nach Bishop. Ein wunderbares kleines Städtchen, in dem Hiker sehr willkommen sind.

Hier in Bishop habe ich einen Platz im „The Hostel California“ (oder kurz gesagt THC 😉) gebucht. Ein bei PCT Hiker sehr beliebtes und preiswertes Hostel.
Das Hostel liegt mitten in Bishop. Für einen Resupply ist alles wichtige zu Fuss erreichbar. Ansonsten stellt das Hostel auch mehrere Fahrräder gratis zur Verfügung.

In Bishop habe ich keine mir bereits bekannte Hiker getroffen. Dafür aber problemlos neue Bekanntschaften gemacht.

Lone Pine

Meine Reise ging weiter nach Lone Pine. Von hier aus führt eine Strasse zum sogenannten „Whitney Portal“.
Und wen treffe ich hier an? Supervisor! Ich hätte nicht gedacht, dass ich Ihn nochmals treffen würde. Was für ein Zufall!

Mit von der Partie war noch Cam und Kyler. Ihr Plan war es, heute zum Whitney Portal zu hitchen, ein paar Stunden dort auf dem Campingplatz zu schlafen, und dann um Mitternacht auf den Mount Whitney hoch zu wandern. So würden sie bei Sonnenaufgang auf dem Gipfel von Mount Whitney sein.
Nun ja, die Mitfahrgelegenheit hatten sie ja nun gefunden.

Kyler und Cam bereiten ihre Rucksäcke auf die Tour vor

Das „Whitney Portal“.
Der Mount Whitney ist mit 4421 Meter der höchste Berg der USA ausserhalb Alaskas.

Wer will, kann hier das Gewicht seines Rucksacks herausfinden.

Ich konnte ausschlafen. Für mich ging es nun wieder zurück ins Tal.

Nochmals ein Blick zurück